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Was ist Coaching?

Wir verstehen Coaching als einen interaktiven personenzentrierten und lösungsorientierten Beratungs- und Begleitungsprozess im beruflichen Kontext. Die Interaktion mit dem Kunden ist eine Kooperation von Expertinnen und Experten.

Dabei setzt der Prozess bei den ressourcen- und lösungsorientierten Kompetenzen der Kundin bzw. des Kunden an, die gefördert und aktiviert werden können. Die/Der Coach entwickelt gemeinsam mit - und nicht für den/die Kunden/Kundin - individuelle und angemessene Lösungen in Passung an das System.

Die Basis bildet das systemisch-konstruktivistische Denken, erweitert durch analytische Ansätze und das lösungsorientierte Beratungsverständnis des Kieler Beratungsmodells. Es wurde als eines der ersten strukturierten Coaching-Modelle in den 80-er Jahren mit Athleten und Trainern im Spitzensport von Prof. Uwe Grau, Johan-Ingi Gunnarsson und Jürgen Hargens an der Universität Kiel entwickelt. Mit der Erweiterung des Modells durch analytische Ansätze und der spezifischen Anwendung im Wirtschaftsbereich durch Johann Tomaschek wurde das Modell ergänzt und gemeinsam differenziert.

Was heißt systemisch-konstruktivistisch in der Beratung?

Systemisches Arbeiten heißt, die Einzelperson und immer auch das Ganze - Beziehungen und Vernetzungen - im Auge zu behalten. Wir betrachten Veränderungen immer in den Auswirkungen auf das betroffene System. Vom Standpunkt des Konstruktivismus können auch Probleme in der subjektiven Wirklichkeit der Person konstruiert sein. Im Coaching kann diese "Wirklichkeit" gemeinsam umkonstruiert werden. Dies führt zu neuen Sichtweisen, die zu veränderten Handlungsstrategien anregen.

Das Denken in Zielen und Lösungen verbinden wir mit der Achtung vor den Ressourcen und Werten der KundInnen.

Wozu analytische Ansätze im Coaching?

Der analytische Ansatz ist für die/den professionell arbeitenden Coach die unerlässliche Basis für das "Werkzeug"-Ich. Coaching ist eine Beziehungsinteraktion, der als Hauptwirkfaktor die persönliche und emotionale Begegnung zu Grunde liegt.

Die Reflexion über die Selbst- und Fremdwahrnehmung im Coachingprozess, das Bewusstsein über die Interaktionsmuster und die eigenen Sichtweisen bestimmen das Verhalten und Intervenieren als Coach. Daher wird ein Schwerpunkt - vor allem im Professionallehrgang Coaching - in Richtung analytische Selbsterfahrung, theoretische und praktische Reflexionsmethoden  gesetzt.

Was ist das Ziel eines Coachings?

Die Kernaufgabe ist, der Kundin bzw. dem Kunden Zugänge zu Lösungen und Möglichkeiten zu öffnen. Der Schwerpunkt des Coachings liegt auf dem Lösungsprozess. Diesem geht eine Analyse des Problems voran. Potentiale des Kunden werden gefördert und vorhandene Ressourcen umgesetzt. Coach und KundIn erarbeiten gemeinsam Strategien zur Erreichung konkreter Ziele.

Was sind Themen?

Themen von Coaching-KlientInnen
(Vogelauer, 2007)

Coaching grenzt sich vor allem in der Themenauswahl von anderen beratenden Berufen ab. Die individuelle Beratung von einzelnen Personen, Gruppen oder Teams richtet sich auf die Arbeitswelt bezogene, fachlich-sachliche und/oder psychologisch-soziodynamische Fragen bzw. Problemstellungen. Der berufliche Kontext und die damit verbundenen persönlichen und zwischenmenschlichen Belange sind Hauptfokus von Coaching. Klar zu trennen von Psychotherapie auf der einen Seite und Skilltraining auf der anderen Seite.

Themen & Anlässe im Coaching
>> weiterführende Infos

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